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550 Jahre Angfurten in 2017!

20140820 UDhZ 113a klein Die W├Ąhrung bei unserem Sommerfest!

Nachdem die Planungsgruppe “Jubil├Ąums-Sommerfest” vor ca. einem Jahr sehr schnell das Motto des Festes und den Rahmen festgelegt hatte, wurden Ideen gesammelt, teils wieder verworfen, auftauchende Unwiedrigkeiten aus dem Weg ger├Ąumt, oder auf eigene unkonventionelle Art gel├Âst, die Details des Festes und deren Umsetztung erarbeitet und auch alles beh├Ârdliche gekl├Ąrt und erledigt.

Das Ergebnis war unser “etwas anderes Sommerfest”, dass inzwischen sehr erfolgreich stattgefunden hat.

Am 02.09.17 fand ein ganz besonderes 550-Jahre-Angfurten-Jubil├Ąums-Sommerfest mit einem besonderen Rahmen statt. Das Fest hatte als Motto: Eine “Zeitreise zu den Steenk├╝hlern”!
D. h. der Zeitraum von Ende des 19. Jhdt. bis ca. Ende der Drei├čiger im 20. Jhdt., in dem im Grauwackesteinbruch in der Sang (├Âstlich von Angfurten) auch Angfurtener M├Ąnner als Steinbrucharbeiter (Steenk├╝hler) gearbeitet haben, w├Ąhrend Angfurten ansonsten b├Ąuerlich gepr├Ągt war.
Der Idee der Planungsgruppe folgend, sind viele Angfurtener dem Motto entsprechend gekleidet kommen, um dem Fest auch einen optischen Rahmen zu geben. Es gibt ein paar sch├Âne Kost├╝mbilder!
Die Feier fand dieses mal am Dorfende im Sangerweg und der dar├╝ber liegenden Wiese statt und der aufgebaute Festplatz bot einen wundersch├Ânen Rahmen f├╝r das Jubil├Ąumsfest, vor allem auch abends im Schein der Lagerfeuer und Feuertonnen.

Wie gewohnt haben wir um 15.00 Uhr mit Kaffee und Kuchen gestartet, zus├Ątzlich gab es Waffeln, die ├╝ber dem offenen Feuer gebacken wurden, begleitet von der Musik von DJ Hans Birkholz, der den ganzen Tag f├╝r eine stimmungsvolle Musikuntermalung gesorgt hat.
Wolfgang hat das Fest mit ein paar einleitenden Worten zum 550-j├Ąhrigen Anlass und zum Tagesablauf er├Âffnet und unser stellvertretender B├╝rgermeister Udo Kolpe ├╝berbrachte die Gr├╝├če und Gl├╝ckw├╝nsche der Stadt Wiehl zum Jubil├Ąum.
Auch viele Freunde und Nachbarn aus den angrenzenden D├Ârfern und Vereinen waren da - und sogar aus Japan sind G├Ąste angereist!

Nachmittags gab es weiterhin eine H├╝pfburg und eine Handwerksaktion, organisiert von Bettina: “Trittsteine” bauen aus Beton, bunten Steinen, Murmeln, Mosaiksteinchen, .... Einige der sehenswerten Ergebnisse seht ihr auf den Fotoseiten
Au├čerdem gab es eine Strategieschnitzeljagd, organisiert vom Tomasz und Sabrina, bei der Kinder und Erwachsene in Gruppen an verschiedenen Stationen, z. B. auf dem Festplatz, in der Nu├čecke und auf dem Spielplatz gemeinsam Geschicklichkeitsspiele meistern mussten und an Fragestationen ihre Kenntnisse ├╝ber Angfurten testen konnten.

Auch die Speisen und Getr├Ąnke waren dem Fest-Motto angepasst.
So hat Jochen mit seinen Helfern im Vorfeld und auch am gesamten Festtag, Salate und Zaziki hergestellt und sehr sehr viele H├Ąhnchensteaks mariniert und gegrillt. Alles zusammen ergab die super leckere “Steenk├╝hlertasche” im Fladenbrot.
Auch Stephi und Denise haben mit ihren Helfern schon Tage vor dem Fest angefangen alles f├╝r den “Grubenbraten” herzurichten. Die Grube wurde auf dem Festplatz ausgehoben und mehrmals (Dank der ├╝berreichlichen Regenf├Ąlle im Vorfeld des Festes) ausgescheppt. Au├čerdem mu├čte einiges an Gem├╝se, etc. geschnippelt werden.
Am Festtag wurde die Grube dann ab Mittags vorgeheizt und anschlie├čend der Grubenbraten mehrere Stunden in der geschlossenen Grube geschmort. Der Grubenbraten bestand aus mehreren Sorten Fleisch, Gem├╝se, Kartoffeln, Obst und Gew├╝rzen, abgedeckt mit Bananenbl├Ąttern - und auch der war super lecker.

Abgerundet wurde das Festmotto durch den historischen Getr├Ąnkestand von Dunja und Dietmar Bruder, der “Marktsch├Ąnke zum B├Ąren” , best├╝ckt mit Metbier, Cidre, Steenk├╝hler- und Grauwackebier, alles serviert in Tonkr├╝gen, und mit viel guter Laune und Freundlichkeit.

Nach dem Abendessen gab es die Verlosung mit Uwe, f├╝r die wieder viele sch├Âne Preise zusammengekommen sind.

Anschlie├čend spielte die Band “MeinSchu” f├╝r uns auf, mit toller Musik und Gesang zum mitsingen und tanzen - auch wenn es vor der B├╝hne etwas leer blieb - alle Festteilnehmer waren begeistert. Aufgrund der sehr gesunkenen Temperaturen hatten sich die Meisten an den, auf dem gesamten Festplatz verteilten Feuerstellen versammelt, um sich zu w├Ąrmen.

Bis sp├Ąt in die Nacht hat dann DJ Hans Birkholz den ein oder anderen noch zum tanzen gebracht, wobei es nachher so kalt war (keine 8┬░C mehr), dass sich der verbliebene Rest nicht mehr von den Feuertonnen wegtraut hat.

Es war ein rundum gelungenes Fest, in einem besonderen Rahmen, an einem stimmungsvollen Ort und mit tollen Begleitern (Marktsch├Ąnke zum B├Ąren, DJ Hans Birkholz und MeinSchu) und allen Angfurtenern Helfern und nat├╝rlich allen Angfurtenern und unseren G├Ąsten.

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1467 gibt es eine erste urkundliche Nennung eines “Gerlach von Antforden”, der an einer “bergischen Grenzumgehung um das Eigen von Eckenhagen im Amt Windeck” teilnimmt. (Zitat. Chronik des Dorfes Angfurten von 1467 bis 1999).

Wahrscheinlich wohnte der Herr “Gerlach von Antforden” ja in einem bereits bestehenden und damit noch ├Ąlteren Ort oder Hof namens “Antforden”, aber daf├╝r wurden bei der Recherche f├╝r die Chronik keine ├Ąlteren Hinweise als die von 1467 gefunden.

Damit wurde das Jahr 1467 zu unserm “Startjahr” erkl├Ąrt und das ist dieses Jahr somit 550 Jahre her.

1575 ist der Ort dann auch in der Karte des Bergischen Amtes Windeck und der Herrschaft von Arnold Mercator kartiert.

Weitere geschichtliche Informationen hierzu findet ihr in der “Chronik des Dorfes Angfurten von 1467 bis 1999” oder auf der folgenden Seite: Geschichte und Chronik von Angfurten.

Angfurten war ein landwirtschaftlich gepr├Ągtes Dorf, aber es ist belegt, dass auch einige Angfurtener im Steinbruch gearbeitet haben. Genaue Informationen zum Betreiberzeitraum konnten bisher nicht recherchiert werden.

20080217 Steinbruch 117 klein Steinbruch in der “Sang” heute

(Infos zur Grauwacke auf der Seite “Unser Dorf”). In der Chronik gibt es dazu Fotos, u. a. von 1910 und der Zeit zwischen 1925 und 1928, auf dem Angfurtener Steenk├╝hler (Steinbrucharbeiter) im Steinbruch abgebildet sind.

Zwischen 1925 und 1928 wurde die Seilbahn vom Steinbruch bis zur Verladestation am Bahnanschluss in Oberwiehl, erbaut. Die Ruinen der Verladestelle (ebenfalls erbaut zwischen 1925 und 1928) in der Sang und die Betonsockel der Seilbahnst├╝tzen in den Weiden, sind heute noch zu sehen, so dass der Verlauf der Seilbahn noch erkennbar ist. Ein Modell der Bahn steht in unserer Ortsmitte am Briefkasten.

20080523 Angfurten Rundgang 196 klein              006 klein

Die Steenk├╝hler begleiten Angfurten auch heute noch.
Schon die Festumz├╝ge, an denen die Dorfgeinschaft Angfurten e. V. 1994 und 2006 teilgenommen hat, fanden unter dem Motto der Steenk├╝hler statt.
1994 nahm Angfurten mit einem Festwagen, der das Motto “Die Steenk├╝hler us Angfurten” hatte, an dem Umzug der Stadt Wiehl, anl├Ąsslich der 25 j├Ąhrigen Zusammenlegung von Wiehl und Bielstein teil.
2006 gab es einen Festwagen, auf den kurzerhand unsere Bahn umgesiedelt wurde, und mehrere Fu├čgruppen, darunter auch die Steenk├╝hler und Bauern. Die Fotos des Umzuges von 2006 findet ihr im “Bilderarchiv” www.archiv.angfurten.de
Auch unsere dorfeigene Sommerfestw├Ąhrung sind die “Steentaler” (s. o. Foto Seitenanfang).

Und auch unsere Teilnahme am Festumzug “700 Jahre Oberwiehl” am Wochenende nach unserem Sommerfest hatte das Motto: “Angfurtener Steenk├╝hler und Bauern”.

Diese Infos entsprechen dem Jubil├Ąumsjahr-Stand von Oktober 2017.

Eure Redaktion